An welchem Wochentag wurden Sie geboren? Bedeutung und Berechnung
Sonntagskind, Montagskind, Mittwochskind: Im deutschen Volksmund hat jeder Wochentag eine kleine Bedeutung. Wir zeigen, wie Sie den Wochentag Ihrer Geburt herausfinden, und ob etwas dran ist.
Wie berechnet man den Wochentag eines Geburtsdatums?
Der gregorianische Kalender ist mathematisch sauber: für jedes Datum lässt sich der Wochentag eindeutig bestimmen. Profis nutzen dafür entweder die Zeller-Formel (1882 von Christian Zeller veröffentlicht) oder den Doomsday-Algorithmus, den der Mathematiker John Conway populär gemacht hat. Beide sind so aufgebaut, dass sich die Antwort mit einigen Übungsstunden im Kopf finden lässt.
Ein vereinfachter Rechenweg sieht so aus:
- Notieren Sie den Tag des Monats (zum Beispiel 14).
- Addieren Sie den Monatscode für den jeweiligen Monat.
- Addieren Sie den Jahres-Anteil (Jahr modulo 100, plus die Anzahl der Schaltjahre seit der Jahrhundertwende, plus den Jahrhundertcode).
- Bilden Sie den Rest bei Division durch 7. Das Ergebnis ist 0 für Sonntag, 1 für Montag und so weiter.
Wer das im Alltag gebraucht, hat sich die Codes irgendwann gemerkt. Für alle anderen ist der einfachste Weg, das Geburtsdatum in den Altersrechner einzugeben — der Wochentag steht dort sofort neben dem Ergebnis.
Die alte Volksweisheit: Sonntagskind und Montagskind
Schon im 19. Jahrhundert kursierten in Deutschland Sprüche, die jedem Wochentag eine Eigenschaft zuwiesen. Die bekanntesten betreffen Sonntag und Montag, die anderen Tage werden meist nur knapp gestreift.
Sonntagskind: Bedeutung im Volksmund
„Sonntagskind“ ist bis heute ein freundliches Etikett. Es steht für Glück, gute Laune und einen leichten Lebenslauf. In manchen alten Erzählungen heißt es sogar, Sonntagskinder könnten Geister sehen — eine eher folkloristische Note, die heute kaum noch ernst genommen wird, aber in regionalen Sagen und Märchen immer wieder auftaucht.
Wahrscheinlicher Grund für die positive Aufladung: der Sonntag ist in der christlich geprägten Woche der Ruhetag. Wer an einem solchen Tag zur Welt kommt, startet — symbolisch gesprochen — entspannt ins Leben.
Was sagt man über Montagskinder?
Montagskinder gelten in deutschen Reimen als nachdenklich, manchmal verträumt, oft schöngeistig. Im englischsprachigen Raum heißt es „Monday's child is fair of face“. Beide Versionen sind charmant, aber wissenschaftlich nicht belegt.
Dienstag bis Samstag: Eigenschaften nach altem Glauben
Eine bekannte deutsche Variante des englischen Reims geht in etwa so:
- Dienstagskinder seien besonders elegant.
- Mittwochskinder trügen Kummer auf der Schulter — eine düstere Zuschreibung, die wohl niemand mehr ernsthaft glaubt.
- Donnerstagskinder sollen weit reisen.
- Freitagskinder seien liebevoll, mitunter charmant.
- Samstagskinder müssten im Leben hart arbeiten — die Idee dahinter passt zur Tradition, dass Samstag früher ein voller Werktag war.
So oder so ähnlich gibt es regionale Varianten. Die Aussagen sind als Spiel zu verstehen, nicht als Lebensprognose.
Wissenschaftlich: Stimmt da etwas?
Die kurze Antwort: nein. Es gibt keine Studien, die einen Zusammenhang zwischen Geburtswochentag und Persönlichkeit oder Lebenserfolg zeigen. Geburtsstatistiken zeigen lediglich, dass an Wochentagen mehr Babys geboren werden als am Wochenende — was schlicht daran liegt, dass viele Klinikgeburten heute geplant erfolgen und Krankenhäuser ihre OP-Termine an Werktagen bündeln.
Was bleibt, ist eine kulturelle Tradition. Sie macht den Wochentag zu einer netten Information für Geburtstagskarten und persönliche Erzählungen, ohne dass man daraus mehr ableiten muss, als man möchte.
Wochentag des nächsten Geburtstags berechnen
Genauso interessant wie der Geburtstags-Wochentag ist häufig die Frage: An welchem Wochentag findet mein nächster Geburtstag statt? Das ist praktisch, wenn Sie eine Feier planen oder herausfinden möchten, ob Sie am runden Geburtstag frei haben werden.
Mit dem Altersrechner geht das in zwei Schritten:
- Geben Sie Ihr Geburtsdatum ein.
- Lesen Sie im Ergebnis den Block zum nächsten Geburtstag — Datum, Wochentag und das Alter, das Sie dann erreichen, stehen dort sauber zusammen.
Wenn Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, etwa auf den 50. Geburtstag oder den ersten Geburtstag Ihres Kindes in einigen Jahren, nutzen Sie den Datumsrechner. Dort können Sie ein beliebiges Datum erzeugen und sich anschließend den Wochentag dazu anzeigen lassen.
Mit dem Altersrechner alles auf einmal erfahren
Der praktische Vorteil eines Altersrechners ist die Bündelung. Sie geben das Geburtsdatum ein und sehen:
- Wochentag der Geburt (Montag bis Sonntag).
- Aktuelles Alter in Jahren, Monaten und Tagen.
- Wie viele Tage Sie schon gelebt haben.
- Wie viele Tage es bis zum nächsten Geburtstag sind.
- Wochentag und Datum des nächsten Geburtstags.
So müssen Sie sich nicht zwischen mehreren Werkzeugen entscheiden. Probieren Sie es selbst: Altersrechner öffnen.
Fazit
Den Wochentag eines beliebigen Datums zu berechnen ist heute Sache eines einzigen Klicks. Die alten Reime über Sonntagskinder, Montagskinder und Co. bleiben trotzdem charmant — als Stoff für Geburtstagsglückwünsche, kleine Familiengeschichten oder das Vorlesebuch.
Wenn Sie noch nicht wissen, an welchem Wochentag Sie geboren wurden, ist jetzt ein guter Moment, es nachzusehen. Die Wahrscheinlichkeit, danach mindestens einer Person davon zu erzählen, liegt bei deutlich über 50 Prozent.
Häufige Fragen